ontology: Ontologie als Quelle im Repo, Abgleich mit n8n/KNOW in der Service-Routine
ci / test (push) Successful in 27s

- ontology/know.yaml: 49 Klassen, 66 Beziehungen, 12 Vokabulare (72 Konzepte);
  erzeugt: know.ttl (OWL + SKOS), Ansicht aus viewer.html.tmpl
- knaster.ontology: Modell + Prüfung, Export, Momentaufnahme der n8n-Workflows
  (nur GET; KNOW-Spezifikation aus dem Workflow-Code, Aufrufe inkl. Laufzeit-
  Operationen, direktes SQL), Abgleich, Übernahme von Entscheidungen
- Service-Routine Schritt 8: Verstöße als Befunde, Ontologie-Änderungen als
  Vorschläge ontology_change (immer Freigabe); „ordne P-x <konzept> zu“;
  Entscheidungen in ontology_decisions, `knaster ontology apply` schreibt sie
  in die YAML (Version +1)
- CLI: knaster ontology validate|export|snapshot|check|apply; knaster validate
  prüft Modell und Aktualität der Turtle-Datei
- Gegen echten n8n-Export geprüft: neue Befunde B31–B33 (verified/confirmed,
  KAN ruft unbekannte Operation, MPA ordnet Projektereignisse nie ein)
- SPEC-ontology, BETRIEB §6, Router-Image enthält die Ontologie

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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2026-10-13 02:54:49 +02:00
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# SPEC-ontology: Ontologie der Datenhaltung
Paket: `knaster.ontology`. Quelle: `ontology/know.yaml`. CLI: `knaster ontology …`.
Die Ontologie beschreibt, *was* in der Datenhaltung steht (Projekt, Kontakt, Ankaufsfall, Mail …) und wie die Begriffe zusammenhängen. Tabellen sind nur die Ablage dahinter. Sie ist die eine Quelle der Wahrheit; Turtle, Graph und Ansicht werden daraus erzeugt, nie von Hand gepflegt.
## 1. Drei Ebenen, drei Pflegeregeln
| Ebene | Inhalt in `know.yaml` | Wie sie sich ändert |
|---|---|---|
| Kern | `classes`, `relations`, `modules` | bewusst, per Commit (Review wie Code) |
| Vokabulare | `vocabularies.*.concepts`, `alt`, `rejected` | wachsen über Vorschläge der Service-Routine → Freigabe → `knaster ontology apply` |
| Instanzen | – (stehen in den Daten) | automatisch; unsichere Verknüpfungen später ebenfalls über Vorschläge |
Ohne diese Regeln zerfällt ein Vokabular wieder in mehrere Listen (KNOW-Befund B20). Deshalb legt nie ein Werkzeug oder LLM selbstständig Klassen oder Konzepte an; es schlägt sie vor.
## 2. Modell (`know.yaml`)
```yaml
id: know
version: 3 # steigt bei jeder Übernahme von Entscheidungen
namespace: urn:mygodel:know#
modules: {mail: Mail & Absender, …}
classes:
Mail:
label: Mail
module: mail
table: mail_events # fehlt = implizite Klasse (nur Wert in Spalten) oder externes System
key: message_id
definition: …
sensitive: … # steuert Datenschutz-Regeln (geplant: PSE/lokal)
subclass_of: Dokument # optional
attributes: {message_id: TEXT, …} # Spalten der Tabelle, Abbild des KNOW-Schemas
relations:
- {source: Mail, name: zugeordnetZu, target: Projekt, via: mail_events.assigned_project_key, kind: key}
# kind: key (gemeinsamer Schlüssel) | soft (Wertabgleich) | external (ID in KanBau/SharePoint/M365)
vocabularies:
MailKategorie:
label: Mail-Kategorie
class: MailKategorie # optional: Konzepte sind Ausprägungen dieser Klasse
columns: [mail_events.category, workflow_hints.hint_type, workflow_hint_config.config_key]
concepts:
buchhaltung: {label: Rechnungen, alt: [Buchhaltung]}
default: {label: Standard, technical: true}
rejected: [MPA] # bewusst kein Konzept
ignore: [sql:ASP - Absender-Report:…] # bewusst hingenommene Befunde
```
`Ontology.validate_model()` prüft: Module, Oberklassen und Beziehungsenden existieren; jede Tabelle gehört zu höchstens einer Klasse; Vokabel-Spalten existieren als Attribut; kein Name zeigt auf zwei Konzepte; kein verworfener Wert ist zugleich Konzept. `knaster validate` prüft das in der CI und warnt, wenn `know.ttl` nicht zur YAML passt.
## 3. Abgleich mit n8n (`check`)
Eingabe ist eine Momentaufnahme der n8n-Workflows (`build_snapshot`, nur GET `/api/v1/workflows` bzw. eine JSON-Datei):
- **KNOW-Spezifikation** aus dem Code des KNOW-Workflows: erlaubte Operationen (`const allowed`), Schema (`CREATE TABLE`, `ALTER … ADD COLUMN`), pro Operation geschriebene Spalten und dabei gesetzte Literale, Seeds (reine Literal-INSERTs).
- **Aufrufe** von KNOW mit Operation und Payload-Ausdruck. Wird die Operation erst zur Laufzeit gesetzt, werden Kandidaten aus den Literalen des Workflows abgeleitet (`inferred`).
- **Direktes SQL**: Postgres-Knoten außerhalb von KNOW, die das Schema `knowledge` ansprechen.
Ergebnisse (`OntologyFinding`, sortiert nach Schwere):
| Art | Schwere | Vorschlag? |
|---|---|---|
| `unmapped_table` – Tabelle ohne Klasse | medium | ja: `add_class` |
| `unmapped_column` – Spalte ohne Attribut | low | ja: `add_attribute` |
| `vocab_value` – Wert in einer Vokabel-Spalte, der kein Konzept ist | medium (low, wenn nur aus inaktiven Workflows) | ja: aufnehmen, zuordnen oder verwerfen |
| `unknown_operation` – Aufruf einer Operation, die KNOW nicht kennt | high (aktiv) / low | nein, Befund |
| `direct_sql` – SQL an KNOW vorbei | medium (schreibend) / low | nein |
| `missing_table` / `missing_column` – Ontologie verweist auf etwas, das KNOW nicht anlegt | medium / low | nein |
| `concept_without_producer` – Konzept, das keine *feste* Zuordnung erzeugt | info | nein |
| `no_write_operation` / `no_active_writer` – Klasse ohne Schreibweg | info | nein |
Werte werden nur aus Schlüsseln der obersten Payload-Ebene gelesen (verschachtelte JSON-Felder gehören zu einer JSON-Spalte). „Fest“ heißt: Literal oder Zuordnungstabelle mit Literal-Rückfall; bei freien Werten (LLM-Ausgabe) trifft die Prüfung keine Aussage. Entschiedene Schlüssel (Tabelle `ontology_decisions`) und `ignore` werden übersprungen.
## 4. Service-Routine und Freigabe
Schritt 8 der Routine (`MaintenanceAgent.run_routine`) ruft den Abgleich auf, wenn `ontology_path` existiert und eine Quelle konfiguriert ist (`KNASTER_ONTOLOGY_SNAPSHOT` oder `N8N_HOST` + `N8N_API_KEY`):
- Befunde ohne Vorschlag erscheinen als Zeilen „Ontologie [schwere]: …“ (höchstens `ontology_max_findings`, Standard 15).
- Befunde mit Vorschlag werden zu Vorschlägen der Art `ontology_change` (Richtlinie: immer Freigabe, Risiko niedrig), dedupliziert über `ontology:<key>`.
- `genehmige P-x` → Entscheidung `accept`; `ordne P-x <konzept> zu` → `map` (Wert wird alternative Schreibweise des Konzepts); `lehne P-x ab: …` → `reject` (Wert landet in `rejected` bzw. der Schlüssel in `ignore`).
- Entscheidungen liegen in `ontology_decisions`; ein entschiedener Schlüssel wird nicht erneut vorgeschlagen.
- `knaster ontology apply` schreibt offene Entscheidungen in `know.yaml`, erhöht `version`, prüft das Ergebnis und markiert die Entscheidungen als übernommen. Danach `knaster ontology export --ttl ontology/know.ttl` und committen.
Fällt n8n aus, meldet die Routine „Ontologie-Abgleich nicht möglich“ und läuft weiter.
## 5. CLI
| Befehl | Zweck |
|---|---|
| `knaster ontology validate` | Modell prüfen |
| `knaster ontology export --ttl F --graph F --html F` | Turtle (OWL + SKOS), Graph-JSON, eigenständige Ansicht (`ontology/viewer.html.tmpl`) |
| `knaster ontology snapshot --out F` | Workflows lesen und speichern (enthält Workflow-Code, nicht committen) |
| `knaster ontology check [--snapshot F] [--json]` | Abgleich; Exit 1 bei Befunden der Schwere high |
| `knaster ontology apply [--dry-run]` | freigegebene Entscheidungen übernehmen |
## 6. Grenzen und nächste Schritte
- Die Prüfung liest Code, keine Daten: ob Tabellen tatsächlich leer sind, zeigt erst eine Zählung in der Datenbank.
- Weiche Bezüge (z. B. Absender ↔ Kontakt) werden noch nicht automatisch als Verknüpfungsvorschläge erzeugt; geplant über Embeddings mit Schwelle (Instanz-Ebene).
- Aus der Ontologie sollen erzeugt werden: Sichten pro Klasse („Projekt 360°“), JSON-Schemas für Skill-Ausgaben, Werkzeugkatalog für Hermes/NEX, Datenschutz-Regeln aus `sensitive`.